Overboard – Kann aus einer Lüge Liebe werden?

Ein reicher Macho trifft auf eine alleinerziehende Mutter, die trotz zwei Jobs immer knapp bei Kasse ist. So geht die Story in „Overboard“ zumindest los.

Mit: Eugenio Derbez, Anna Faris, Eva Longoria
Laufzeit: 112 Minuten

Filmstart: 14. Juni 2018

Reich trifft arm
Kate hat drei Kinder, ihr Mann ist gestorben und nun versucht sie alleine die Familie über Wasser zu halten. Nebenbei lernt sie für eine Prüfung, um ihren Traum, Krankenschwester zu werden, endlich erfüllen zu können. Leonardo dagegen hat in seinem Leben noch nie etwas gearbeitet, da sein Vater ihm das Leben auf einer Yacht finanziert. Kate ist nicht nur Pizzalieferantin, sondern arbeitet auch bei einer Putzfirma. So kommt es, dass die beiden auf der Yacht aufeinander treffen. Da Kate jedoch nur den Teppich reinigen will und sich weigert, ihm auch das Essen zu bringen, feuert Leonardo sie kurzerhand und schmeißt sowohl sie, als auch ihren 3000 Dollar teuren Staubsauger über Board.

Leonardo und Kate treffen aufeinander und es funkt… NICHT!

Doch eine Gelegenheit, sich für dieses Verhalten zu „revanchieren“, lässt nicht lange auf sich warten. Während einer wilden Partynacht fällt Leonardo unbemerkt vom Schiff. Er strandet an der Küste eines kleinen Ortes – ausgerechnet im Heimatdorf von Kate. Und er hat sein Gedächtnis verloren. So beschließt Kate, sich als seine Frau auszugeben und holt ihn mit gefälschter Heiratsurkunde und Hochzeitsfoto aus dem Krankenhaus ab. Von nun an weht ein anderer Wind für Leonardo Montenegro – oder nun Leo Sullivan. Er muss einen Job als Bauarbeiter übernehmen, den Haushalt schmeißen und draußen in einem Schuppen schlafen. Während Leo anfangs sehr zögerlich seiner Arbeit nachgeht und von seinen Kollegen immer „Frauenhände“ genannt wird, wächst er schließlich in seiner Verantwortung und wird immer fleißiger. Und auch er und Kate kommen sich näher als vermutet. Doch schließlich findet Leonardos Familie ihn und sein Gedächtnis kommt zurück. Damit wird auf die große Lüge aufgedeckt und Leonardo verlässt Kate und die Kinder. Damit glücklich sind jedoch beide nicht. Schließlich wollen Kate und die Kinder ihren „Leo“ zurückgewinnen. Dabei wird Leonardo von seinem Vater vor die Wahl gestellt: entweder Kate oder das Erbe. Nach kurzem Zögern entscheidet sich Leo schließlich gegen das Geld und für die Liebe.

Geld oder Liebe – das ist hier die Frage.

Ein paar Gedanken dazu
Neben kurzen Szenen über Geschwisterliebe, Erbstreitigkeiten und Pubertät, steht die Frage, was im Leben wirklich zählt im Vordergrund. Hier sind jedoch ein paar Ansätze, die man falsch verstehen könnte. Einerseits vernachlässigt Kate ihre Kinder, da sie so damit beschäftigt ist, für ihren Aufnahmetest zu lernen. Zwar darf man ruhig seine Träume verfolgen, aber trotzdem sollte man seine alltäglichen Verpflichtungen besonders gegenüber Kindern nicht vernachlässigen. Auch wird Rache als etwas Positives und Berechtigtes gezeigt. Dabei erscheint es normal und erstrebenswert, jemanden, der zwar offensichtlich Fehler in seinem Leben gemacht hat, zum Ausgleich als Haussklaven zu halten. Zum Schluss wird aber noch einmal etwas Schönes gezeigt. Als Leonardo sich zwischen dem Geld und der Liebe entscheiden muss, meint er, dass er lieber mit Kate arm ist, als reich und leer. Hier zeigt sich, dass menschliche Beziehungen einen viel größeren und erfüllenderen Wert haben als Geld.

Alles in allem bleibt der Film eine nette Romanze, mit wenig Überraschung, dafür mit ein paar guten Lachern.


Text: Lydia Mitterbauer / Fotos: Kinostar



YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..2-3
Filmstory……………………………2
Filmumsetzung………………….2-3
Umgang mit Gewalt………….1
Umgang mit Sprache………….2-3
Umgang mit Sexualität………3-4

Insgesamt……………………3

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