Logan – Mission: Bring dich in Sicherheit!

Wenn selbst ein fast unzerstörbarer Körper und Krallen aus Stahl nicht mehr vor dem Hass der Menschen schützen, so bleibt eigentlich nur noch eines: Weglaufen. Aber wohin denn überhaupt?

Mit: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Boyd Holbrook, Dafine Keen
Laufzeit: 141 Minuten
Filmstart: 2. März 2017

Ein letztes Mal betritt Hugh Jackman als Wolverine die Kinoleinwand. Auch dieses Mal geht es darum, die Auslöschung der Minderheit, welche Mutanten genannt wird, zu verhindern. Die X-Men sind nicht mehr am Leben oder verschollen, weshalb Wolverine auf sich allein gestellt ist. Nur sein Lehrer Charles Xavier, der ehemalige Professor X (gespielt von Patrick Stewart) und ein kleines Mädchen namens Laura begleiten ihn auf der Suche nach einem Ort, an dem sie in Sicherheit leben können.

Ehrlich gesagt wirken Stand-Alone Filme über Wolverine ein wenig langweiliger als die herkömmlichen X-Men Movies. Im Gegensatz zu Schlachten zwischen gigantischen Robotern und Supermenschen, die Laserstrahlen aus ihren Augen schießen, Metallteile durch die Luft fliegen lassen oder Eiszapfen aus dem Nichts herbeizaubern können, wirkt Wolverine trotz seiner Krallen ein wenig lahm. Auch wenn er seinen Gegnern gnadenlos das Gesicht aufschlitzt (Spoiler Alarm: Das passiert im Film mehr als nur einmal), denkt man sich spätestens nach der 30sten armen Seele, die damit Bekanntschaft machen musste: „Okay, jetzt hab ichs auch schon gesehen…“

Trotz der mangelnden Vielfalt an übernatürlichen Fähigkeiten und dem Überschuss an brutaler Rohgewalt überzeugt der Film zumindest durch eine glaubwürdige Atmosphäre. Man fühlt mit dem Helden mit, der, so allein und verzweifelt, wie er ist, eigentlich gar nicht mehr so sehr wie ein Held wirkt, sondern eigentlich eher wie ein… Mensch? Anscheinend hat auch der scheinbar furchtlose und emotional abgestumpfte Wolverine mit seinen Problemen zu kämpfen. Er möchte sich vor der Welt und den Menschen verstecken, denn im Grunde sucht er nur das: Ruhe und Sicherheit.

Verstecken scheint nicht zu funktionieren und Wolverine ist gezwungen, mit Charles und Laura vor den Menschen, die sie verfolgen, wegzulaufen. Laura behauptet, dass es Hoffnung gibt. Sie hat von einem Ort namens „Eden“ gehört, wo Mutanten in Sicherheit und vor allem in Frieden leben können. Klingt bekannt, oder? Haben wir nicht auch die Hoffnung, dass es einen Ort gibt, an dem Frieden herrscht? Ein Ort ohne Leid und Trauer, wo jeder geliebt ist und keiner jemandem etwas Böses will? Wir sind, genau wie Wolverine, auf dem Weg zu diesem Ort, den wir Himmel nennen. Der Unterschied ist, dass wir diesen Ort nicht dadurch erreichen werden, indem wir jedem, der sich uns in den Weg stellt, ein Messer in den Bauch rammen. Wir versuchen es auf weniger simple Art, indem wir den Worten Jesu folgen, der sagt, dass wir unseren Nächsten und Gott von ganzem Herzen lieben sollen. Das ist unsere Herausforderung, unser Abenteuer und wenn wir das wirklich tun, dann haben wir unser „Eden“ gefunden, denn dann ist der Himmel schon unter uns.

Text: David Strodl / Fotos: 20th Century Fox

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage……………………..2
Filmstory……………………………2
Filmumsetzung………………….2
Umgang mit Gewalt…………..5
Umgang mit Sprache…………..3
Umgang mit Sexualität……….3

Insgesamt……………………3

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