Kennst du MekMC?

Von MekMC bis Paco Gonzales

Der Mann mit den vielen Gesichtern

Peru, Peru… Der Youtube-Sommerhit von Paco Gonzales geht nicht mehr aus dem Kopf. Doch wer sich hinter dem großen Sombrero und dem peruanischen Schnurrbart verbirgt, ist ein Mann aus Kärnten, den wir bereits sehr gut kennen. Marco Joel Rohr – so heißt er im echten Leben – war unter dem Namen MekMC erfolgreicher Pionier des christlichen Raps in Österreich. Dann tauchte er plötzlich bei der KEY2LIFE Rocknacht in der Formation Superstyler Soundsystem auf. Doch damit hat es sich noch lange nicht, denn ebenfalls anzutreffen ist er als Singer-Songwriter Joel Singer und schließlich als Party DJ mit Decknamen Watzlav Gottodowith. Und angeblich ist noch etwas anderes im Busch. Ist MekMC oder Marco Rohr langweilig geworden…?

Marco Rohr: Ja, mir ist tatsächlich langweilig geworden (lacht). Ich beschäftige mich seit 12 Jahren mit Rapmusik und bin an einem Punkt angekommen, an dem ich das Interesse an dieser Musikszene verloren habe.

YOU!: Womit verbringst du momentan die meiste Zeit oder laufen alle Projekte gleichzeitig?

Marco Rohr: Momentan läuft Vieles gleichzeitig, der Schwerpunkt wird aber die Arbeit an einem neuen Album sein – wo ich vom Ansatz her auch wieder „Back to the Roots“ will – selbst produzieren, selbst spielen und wie immer natürlich auch selbst schreiben – einfach weg von den teuren Produzenten und Promotion-Agenturen – Musik, statt Musik-Business. Aber das Projekt ist neu, da will ich noch nicht so viel darüber sprechen, alles noch Top-Secret (lacht).

YOU!: Was ist mit Superstyler Soundsystem?

Marco Rohr: Das wird sicher ein Schwerpunkt werden in den nächsten Monaten, es ist definitiv eine CD geplant, es kann aber gut sein, dass uns hier noch einige spannende Dinge einfallen, die das Projekt in eine andere Richtung bringen – also am besten mal gespannt bleiben!

YOU!: Inwieweit merkt man an deiner Musik bzw. den Konzerten, dass du ein Christ bist?

Marco Rohr: Mir geht es weniger darum, was ich Kluges zu sagen habe. Ich will, dass die Menschen vor allem abseits der Bühne merken, dass ich an Jesus glaube. Das echte Leben ist keine Show – ich finde das, was wir im Alltag machen, leben und vorzeigen, viel wichtiger.

 

Joel Singer

Joel Singer ist der introvertierte Typ, „ehrlich, verletzlich, entspannt und unplugged“ – ganz anders also als MekMC. Genau genommen gibt es Joel Singer, der sich übrigens auf einen biblischen Namen beruft, seit 28 Jahren, so lang eben, wie es auch MekMC gibt. So definiert es zumindest der Künstler selbst. Doch anders als der Rapper brachte er seine erste EP, die auf den schönen und langen Namen „Fühlst du Stefanie ich wünsche dir sowas wie Freunde wenn es passiert“ lautet, erst im Dezember 2011 raus. Wer Stefanie ist, bleibt allerdings ein Rätsel. Das Album bietet „Songs übers Leben, Freundschaft, Liebe und etwas, das sich Stefanie nennt, damit aber gar nichts zu tun hat.“ Hört sich geheimnisvoll an!

Paco Gonzales

Paco Gonzales hat einen Traum: Er will zurück in seine Heimat Peru. Doch in all der Aufregung hat er am Flughafen doch glatt die Flaggen verwechselt und ist in Österreich gelandet. Dort sitzt er nun fest, denn er ist todo blanco. Ups. Doch damit soll nun Schluss sein, denn er hat die ultimative Idee: Er schreibt einen Song! „Peru Peru“ soll zum Sommerhit 2012 werden und ihn damit zurück in sein Heimatland befördern. Deswegen ist er auf jede Hilfe angewiesen, „teilt den Song, ladet ihn auf eure Handys und nervt eure Freunde damit!“, so MekMC, der ihn natürlich tatkräftig unterstützt. Und da ein waschechter Peruaner keine halben Sachen macht, ist der Song auch bei YouTube zu sehen, und so viel lässt sich verraten: Das Video ist ziemlich originell!

Watzlav Gottodowith

Watzlav Gottodowith hat „kein DJ vor dem Namen“, aber er ist einer. Nach ein bisschen Herumrätseln kommt man auch hinter den Namen, der auf gut englisch heißt: „What’s love got to do with“. Was die Liebe nun mit der Musik zu tun hat, darüber dürfen die Partypeople selbst nachdenken. Bei dieser Frage lacht der DJ nur und sagt: „Es gibt sicher eine Erklärung, aber ich hab den Namen einfach super gefunden.“ Was aber fasziniert MekMC alias Watzlav Gottodowith so an der Tätigkeit als DJ? „Erstens drücke ich einfach gerne auf Knöpfe (lacht). Nein, im Ernst, man lernt viel darüber, wie Songs auf das Publikum wirken und wie man Stimmung aufbaut. Und ich tu ja auch live remixen und mache Mashups, da mag ich es, wenn die Leute bei mir einen Mix hören, den sie so noch nie gehört haben. Hier will ich mich in Zukunft aber auch vermehrt auf eigene Produktionen konzentrieren, also watch out for Watzlav!“

Für alle MekMC Fans: Keine Panik! Die kann man nämlich durchaus bekommen, wenn man sich durch seine Webseite klickt. Dort gibt es den radikalen Sommerschlusssuperstoresale aller bisherigen Alben. Auweia. Hört sich nach einem Aus an. Und was sagt der Chef selbst dazu? „Ja, das stimmt – alles muss raus. Es ist momentan kein neues MekMC Album geplant, weil mich Hiphop, wie gesagt, gerade nicht so richtig kickt. Aber das Metanoia Movement war trotzdem nicht das letzte MekMC – Album, das ich gemacht habe. Ich habe da noch ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt und ich gerne umsetzen will, aber da werde ich mir Zeit lassen.“ Gut, aber damit das Warten nicht allzu lange dauert, gilt es beim Sommer…sale noch einmal so richtig zuzuschlagen!

–> Triff MekMC/ Joel Singer/ Watzlav Gottodowith beim KEY2LIFE Festival in Marchegg!!!

© Fotos: MekMC, youmagazin

 

 

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