Die Insel der besonderen Kinder

Einmal mehr begibt sich Starregisseur Tim Burton auf fantastische Wege. Er nimmt uns mit in eine bildgewaltige Welt, in der es für Kinder normal ist, nicht normal zu sein, besonders zu sein.

Mit: Eva Green, Asa Butterfield, Ella Purnell, Samuel L. Jackson, Judi Dench
Laufzeit: 127 Minuten
Filmstart: 6. Oktober 2016

Von den Geschichten seines Großvaters fasziniert, macht sich Jacob nach dessen plötzlichen Tod auf eine außergewöhnliche Spurensuche. Er will herausfinden, welche Wahrheit hinter den Abenteuern steckt, die sein Großvater während des Zweiten Weltkrieges angeblich erlebt hat. Dabei geht es um ein Waisenhaus auf einer britischen Insel, das ihm Zuflucht vor den Nazis bot. Geleitet von einer außergewöhnlichen Frau namens Miss Peregrine und gefüllt mit Kindern und Jugendlichen, die eine Gemeinsamkeit haben: ihre Besonderheiten.

Die Suche verschlägt Jake auf eine Insel vor Wales, auf der er wirklich alles so vorfindet, wie es sein Großvater ihm beschrieben hat. Allerdings mit dem Unterschied, dass das Waisenhaus verwüstet und zerbombt ist, keine Spur von Miss Peregrine und den Kindern. Durch einen Zufall entdeckt Jake, dass sie doch noch leben, beschützt in einer Zeitschleife, in die Normalsterbliche eigentlich keinen Zutritt haben. Ist er vielleicht gar nicht so gewöhnlich wie er dachte? Als Jake alle kennenlernt, merkt er, dass er seinem Großvater Unrecht getan hatte und dieser ihm immer die Wahrheit erzählt hatte. Trotzdem lässt ihm eine Frage keine Ruhe: Warum wollte sein Großvater, dass er das Heim findet? Jedes der Kinder hat außergewöhnliche Fähigkeiten, Jake aber kann weder die Luft beherrschen, mit bloßen Händen Dinge in Brand stecken, unsichtbar sein oder Pflanzen in unglaublicher Geschwindigkeit zum Wachsen bringen. In seinen Augen ist er einfach nur „normal“.

Doch schon nach kurzer Zeit wird Jake feststellen, dass auch er zu den besonderen Kindern gehört und den Auftrag hat, sie zu beschützen. Als Miss Peregrine entführt wird und unsichtbare Wesen, die nur Jake sehen kann, den Kindern nach dem Leben trachten, wird sein Mut auf die Probe gestellt. Wird er die Kinder und Miss Peregrine retten können?

Taten, die mehr Mut erfordern, als man selbst glaubt, aufbringen zu können, bewirken oft beeindruckende Dinge. Es lohnt sich, für das Gute zu kämpfen, sich für andere einzusetzen, auch wenn es im ersten Moment vergeblich scheint. Wenn jeder nur auf sich selbst und den eigenen Nutzen schaut, wird er am Ende allein dastehen.

Die wohl schönste Message von Tim Burtons neuem Meisterwerk ist, dass jedes der Kinder seine eigene Besonderheit hat. Im Film sind es vielleicht noch fantastische Fähigkeiten, aber sie stehen symbolisch auch für die Fähigkeiten, die jedem von uns gegeben sind. Es ist okay, besonders zu sein, zu sich zu stehen und stolz darauf zu sein, dass man nicht so ist, wie die anderen. Denn schlussendlich ist jeder von uns einzigartig geschaffen. Wenn man so will, kann man über den Film oder auch den Roman, der als Vorlage diente, sagen, dass er die Einzigartigkeit der Menschen feiert. Wir sind besonders – und das ist gut so!

Text: Ines Breiner / Fotos: Twentieth Century Fox

YOU! Film-Bewertung:
(1 = Ziemlich cool, 5 = Ziemlich daneben)

Filmaussage…………………..2
Filmstory……………………….2
Filmumsetzung………………..1
Umgang mit Gewalt…………..3
Umgang mit Sexualität……….2

Insgesamt………………………2

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