Die „Eine Woche kein Koffein“ – Challenge

Es ist Montag. Mein Wecker klingelt. Kurze Zeit später, nachdem ich gebetet habe, stehe ich widerwillig auf und gehe automatisch in die Küche. Zur Kaffeemaschine….
Tja so schaut normalerweise mein Morgen aus, aber nicht diese Woche, denn ich challenge mich, indem ich auf Koffein verzichte. Hier könnt ihr lesen, wie es mir die restlichen Tage der Woche ergangen ist.

Tag 1:
Na gut, nachdem ich vor der Kaffeemaschine stehe und mir blöderweise so richtig bewusst wird, dass Kaffee Koffein ist, bereit ich mir halt einen ääähm Kräutertee zu. Ein Morgen ohne Kaffee ist anders, komisch irgendwie. Na gut aber es geht auch mit Kräutertee.
Zwei Stunden später fühle ich mich noch immer nicht wirklich wach. Aber das wird schon noch werden. Am Nachmittag merke ich, wie die Konzentration nachlässt und meine Augen müde werden. Macht nix, ich schaff das.
Am Abend habe ich dann auch noch eine Sitzung. Ich bin total müde und ich merke, dass ich es überhaupt nicht gewöhnt bin, null Koffein zu mir zu nehmen. Ich möchte einfach nur noch ins Bett und schlafen.

Tag 2:
Unser Büro ist ja quasi im Café Caspar und es riecht dort so verlockend nach Kaffee. Wow das ist echt anstrengend. Ich hab beschlossen, den ganzen „Entzug“ für etwas aufzuopfern. Danach habe ich mich echt schon besser gefühlt.

Tag 3:
Heute ist es mir in der Früh wieder mega schwer gefallen keinen Kaffee zu trinken. Dann war ich auf dem Weg ins Büro und in dem kleinen Lift von der U-Bahn waren dann gleich drei Leute mit herrlich duftendem, frisch gebrühten Kaffee! Ich konnte nicht widerstehen und habe dann gleich den Duft aufgesogen. Am Nachmittag nach dem Barmherzigkeitsrosenkranz bestellen wir uns meistens einen Kaffee. Da merkt man richtig, was so eine schöne Gewohnheit ausmacht und wie sehr sie einem fehlt.

Tag 4:
Heute ist es echt gut gegangen. Ausnahmsweise habe ich sogar keine Kopfschmerzen bekommen. Nur meine Konzentration hat etwas nach Kaffee gelechzt.

Tag 5:
Alles easy cheesy lemon squeesy. Ich glaub mein Körper hat sich schon daran gewöhnt, dass er kein Koffein mehr bekommt. Ich fühle mich super!

Tag 6:
Tja falsch gedacht, ich habe relativ wenig geschlafen diese Nacht, deswegen ist es mir sehr schwer gefallen, kein Koffein zu mir zu nehmen. Trotzdem habe ich den Tag gut überstanden und konnte es vor Müdigkeit kaum erwarten, ins Bett zu fallen.

Tag 7:
Auch den letzten Tag habe ich hinter mich gebracht. Die Vorfreude auf den besten Café Caspar Cappuccino mit viiiel Milchschaum ist schon riesen groß. Ich kann es kaum mehr erwarten. Tag 8: Der Wecker klingelt. Ich erinnere mich sofort daran, dass ich ja wieder dieses herrlich duftende Heißgetränk namens Kaffee zu mir nehmen kann – endlich ist der Moment gekommen, den Kräutertee wieder wegzuräumen und die Kaffeekapseln zu holen. So schnell bin ich schon lange nicht mehr aufgekommen und hab mir stolz eine große Tasse Kaffee gegönnt.
Ich habe es geschafft!

Abschließend kann ich es jedem empfehlen, mal bewusst auf Koffein zu verzichten. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel in der Fastenzeit. Jedes Mal, wenn ich müde war oder meine Konzentration nachgelassen hat – also in Momenten, in denen ich normalerweise Kaffee oder Club Mate trinke – war dies nur eine kurze Zeit, die ich dann eben überstehen musste. Danach ist es wieder gegangen. Ich habe festgestellt, dass es vor allem eine Gewöhnungssache ist. Ich habe es toll gefunden, am Abend richtig schön müde zu sein und es sogar etwas früher ins Bett zu schaffen als normalerweise.

Text: Christina Walch / Foto: iStock

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Kommentare

    • Eva
    • 4. November 2018
    Antworten

    Hallo, habe nur kurz überflogen… der Titel hat mich angesprochen, weil ich denke, der Kaffee ist eine weitläufige Sucht, nicht zuletzt bei mir. Meine Hauptsucht ist Schokolade, dann kommt die Musik und Kaffee trinke ich auch ganz gerne… deshalb faste ich diese drei Dinge zweimal die Woche. Vielleicht hilft mir Gott (dafür) einmal meine Schokosucht zu überwinden und weil ich denke, dass man sich selbst im Griff haben und sich von nichts beherrschen lassen soll. Bin inzwischen keine Jugendliche mehr (34), aber als ich es noch war, habt ihr mich mit eurer Zeitschrift begleitet, so dass ich es damals nicht so „out“ fand, eine Christin zu sein. Danke euch!!

      • YOU!
      • 16. November 2018
      Antworten

      Liebe Eva,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Es bedeutet uns sehr viel, zu lesen dass unsere Zeitschrift dir geholfen hat!

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