Black Eyed Peas: #WhereIsTheLove ft. The World

Den eigenen Song nach nur 13 Jahren neu veröffentlichen? Riskant im Musikbusiness. Die Black Eyed Peas haben es gewagt und konnten mit der Neuauflage von „Where Is The Love“ sogar noch was draufsetzen.

Den etwas Älteren unter uns kommt der Titel sicher noch bekannt vor. Mit „Where Is The Love“ stürmten die Black Eyed Peas in Österreich und Deutschland 2003 an die Spitze der Charts. Diesen Sommer haben sie das Remake des Ohrwurmes veröffentlicht. Dafür hat sich die Band viel prominente Unterstützung mit ins Boot geholt. Zahlreiche Stars und Sternchen sind im Musikvideo zu sehen, so viele, dass man beim ersten Sehen leicht jemanden übersehen kann: Sänger wie Justin Timberlake, DJ Khaled oder Vanessa Hudgens, Schauspieler wie Jennifer Aniston oder Jaden Smith, Socialites wie Kendall und Kris Jenner, um nur ein paar zu nennen. Gemeinsam treten sie als „The World“ auf. Das allein sagt schon viel aus: Gemeinsam sind sie die Welt. Oder besser noch: Gemeinsam sind wir die Welt! Und noch immer beschäftigt uns die gleiche Frage: „Where is the love?“

Ursprünglich haben die Black Eyed Peas den Song als Reaktion auf die Anschläge von 9/11 geschrieben. Wie kam es also zu dem Remake? Rapper Will.i.am. erklärt, dass Fans die Band nach den Terroranschlägen in Paris und Brüssel, den Konflikten in Syrien und der Türkei und der vermehrten Gewalt gegen Schwarze in den USA immer öfter auf den Song von 2003 angesprochen haben. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen bearbeitete er die Lyrics und bezog sie auf die letzten Ereignisse. Denn die Botschaft des Songs ist immer noch brandaktuell. „Ich hoffe, dass das Lied die Milennials dazu inspiriert, mit lauter Stimme aufzustehen. Sie sollten so leidenschaftlich und aufmerksam sein, als ob ihre Freiheit davon abhängt und auf dem Spiel steht.“, so Will.i.am.

Das Musikvideo zur Single ist dabei sehr schlicht in schwarz-weiß gehalten, zwischen den Stars sehen wir erschreckende Bilder von Krieg und Gewalt Um uns herum läuft so vieles falsch, Terror, Rassismus und Diskriminierung stehen an der Tagesordnung. Alle wollen uns erzählen, wie es richtig wäre, wie wir uns verhalten sollten, aber das Wichtigste ist, sich zu fragen: „Can you practice what you preachin’?“, kannst du umsetzen, was du predigst? Sind es alles nur leere Worte oder „Would you turn the other cheek again?“, würdest du auch die andere Wange hinhalten? Letztendlich kann es nur wieder Frieden geben, wenn wir die Führung und Hilfe von oben, von unserem Vater, annehmen. „Father, Father, Father, help us; Send some guidance from above.“ Ein Grund mehr uns selbst die Frage zu stellen, wo denn die Liebe nun hin ist. Denn:

„If you never know love, then you never know God!“
People killin‘ people dyin‘
Children hurtin‘, I hear them cryin‘
Can you practice what you preachin‘?
Would you turn the other cheek again?
Mama, mama, mama, tell us what the hell is goin‘ on
Can we all just get along?
Father, Father, Father, help us
Send some guidance from above
Cause people got me, got me questioning
Where’s the love

Text: Ines Breiner / Foto: Universum Film/Meeno

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